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Gesetzliche Grundlage in Deutschland;
Zertifizierung nach ECE-R 115

Autogas - Alternative zu Benzin

Autogas hat nichts zu tun mit Erdgas (CNG - ”Compressed Natural Gas”). Vielmehr ist Autogas ein unter Druck verflüssigtes Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Erdöl- und Erdgas-Förderung sowie in Erdöl-Rafferien anfällt. Camper nutzen LPG zum Heizen, Kühlen und Kochen.

Wegen seiner chemischen Zusammensetzung (Kohlenwasserstoffe) ist es mit Benzin verwandt und kann - nach Anpassung des Motor-Umfeldes - in Ottomotoren eingesetzt werden. Bei atmosphärischem Druck gasförmig, geht es bei maximal 10 bar (je nach Temperatur) in den flüssigen Zustand über und kann so in Druckbehältern gespeichert werden. Für Autogas gilt die DIN EN 589. Mit seinem Dichtequotienten von 1,55 ist es schwerer als Luft, sammelt sich also am Boden. An sich kann man Autogas nicht riechen. Daher wird ein Geruchsstoff beigegeben, damit Lecks früher zu bemerken sind.

Als Kraftstoffbehälter kommen spezielle Gastanks - im allgemeinen Stahlbehälter - zum Einsatz. Es gibt sie zylindrisch, aber auch passend für die Reserveradmulde. Als Ersatz für das dadurch entfallende Reserverad sollte ein Pannenspray oder besser noch ein Kompressor mit Reifendichtmittel im Kofferraum deponiert werden. Bei gleichem Tankinhalt ist mit Autogas gegenüber einem Erdgasfahrzeug eine bis zu dreifache Reichweite erzielbar. Getankt wird mittels eines speziellen Füllstutzens, den man mit dem fahrzeugeigenen Tankanschluß verbindet.

Die Emission der gesetzlich limitierten Schadstoffe (CO, HC, NOx) ver-ringert sich bei Autogas-Motoren nicht wesentlich. Doch im Vergleich zu Benzinern sinkt der CO2-Ausstoß um bis zu 15 Prozent. Das sind zwei Prozent mehr als Diesel und acht Prozent mehr als bei Erdgas-Betrieb. Autogas-Motoren stoßen gegenüber Benzinern weniger gesetzlich nicht limitierte Schadstoffe aus, etwa aromatische Kohlenwasserstoffe (z. B. Benzol).

Autogasanlagen für Benzin betriebene Pkw sind in der Regel auf bivalenten (wechselweise) Betrieb ausgelegt. Damit ist es möglich, während der Fahrt von Benzin- auf Gasbetrieb und umgekehrt umzuschalten. Monovalente Anlagen, die auf einen Benzintank verzichten, sind zumeist noch nicht sinnvoll, da das Autogas-Tankstellennetz zu weitmaschig ist.

Der Einbau sollte nur bei qualifizierten Fachbetrieben erfolgen. Nur so kann sichergestellt werden, daß die Einbauvorgaben des Anlagen- bzw. Teileherstellers eingehalten und alle erforderlichen Komponenten verbaut werden. Man sollte darauf achten, daß die ausführende Werkstatt die ab 1. April 2006 vorgeschriebenen Prüfungen der Gasanlagen GAP bzw. GSP absolviert hat.

Von Einbauten im benachbarten Ausland (z. B. Polen), wo Autogas-Umrüstungen teilweise zu deutlich geringeren Preisen angeboten werden, ist abzuraten. In der Vergangenheit kam es hier immer wieder zu Problemen bei der anschließenden Abnahme durch TÜV oder Dekra aufgrund fehlender Genehmigungsunterlagen, insbesondere des Abgasgutachtens. Ferner sollte an mögliche Probleme bei Service, Wartung und Gewähr-leistung gedacht werden.

Durch die Neufassung des §41a StVZO (im Rahmen der 42. Verordnng zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften) werden die Vorschriften für die Zulassung und für den Betrieb von Druckgasanlagen neu geregelt. Die Anforderungen der ECE-Regelungen Nr. 67 und Nr. 115 sind jetzt verbindlich vorgeschrieben.

Fahrzeuge, die serienmäßig mit einer Autogasanlage ausgerüstet sind, müssen nach Typgenehmigung nach ECE-R 67 überprüft worden sein.

In bereits zugelassenen Fahrzeugen dürfen ab diesem Stichtag nur noch Gasanlagen nachgerüstet werden, die eine Genehmigung nach
ECE-R 115 besitzen. Liegt diese Genehmigung nicht vor (und sind etwa nur deren einzelnen Bauteile nach ECE-R 67 geprüft), erlischt die Be-triebserlaubnis und das Fahrzeug muß im Rahmen einer Einzel-Betriebserlaubnis nach § 21 StVZO neu zugelassen werden. Da hierbei Probleme durch fehlende Unterlagen (z. B. Abgasgutachten) nicht auszuschließen sind und erhebliche Mehrkosten entstehen, empfehlen wir grundsätzlich nur Gasanlagen nachzurüsten, die nach ECE-R 115 genehmigt wurden.

In Bezug auf die einzelnen Bauteile wird zwar auch in der ECE-R 115 auf die Anforderungen der ECE-R 67 verwiesen, darüber hinaus muß jedoch der Anlagenhersteller u.a. nachweisen, daß das Abgasverhalten des Kraftfahrzeuges durch die Nachrüstung nicht negativ beeinflusst wird. Zusätzlich müssen jeder Gasanlage technische Handbücher für Einbauer und Benutzer beigelegt werden. Gasanlagen, die nach
ECE-R 115 genehmigt wurden, erkennt man am ECE-R 115-Genehmigungsschild, das jeder Anlage vom Hersteller beigelegt ist und nach dem Einbau des Systems gut sichtbar im Fahrzeug angebracht werden muß.

Um sicherzustellen, dass die Gasanlage korrekt eingebaut wurde und ein sicherer Betrieb gewährleistet ist, muß das Fahrzeug anschließend einer Gas-Systemeinbau-Prüfung (GSP) unterzogen werden. Die GSP können amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr sowie dafür anerkannte Kfz-Werkstätten durchführen, sofern diese den Einbau der Gasanlage selbst vorgenommen haben. Nach erfolgter Prüfung ist die Nachrüstung unverzüglich der Zulassungsbehörde zu melden und die Eintragung in die Fahrzeugpapiere zu veranlassen.

Der ermäßigte Steuersatz für die Nutzung von Flüssiggas als Kraftstoff zum Antrieb von Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen beträgt 9,7 Cent/Liter (gemäß § 3, Absatz 1, Nr. 1.a des Mineralölsteuergesetzees). Nach aktueller Gesetzeslage läuft de steuerliche Begünstigung für Autogas bis 2018. Weil Autogas wesentlich billiger ist als Benzin, kann sich eine Umrüstung rechnen. Wirtschaftliche Vorteile ergeben sich vor allem bei Vielfahrern und Besitzern von Fahrzeugen mit einem hohen Benzin-verbrauch.

Da der volumetrische Heizwert von Autogas jedoch deutlich niedriger liegt (ca. 25 Prozent) als der von Benzin, steigt der Verbrauch beim Betrieb mit Autogas. Je nach Motor, Autogasanlage, Gaszusammensetzung und Fahrweise können dies 10 bis 20 Prozent sein. Mit zunehmendem Butan-Anteil im Autogas sinkt der Mehrverbrauch, da der Energiegehalt von Butan im Verglich zu Propan etwas höher liegt. Der höheren Energiedichte von Butan stehen jedoch eine geringere Klopffestigkeit und ein geringerer Dampfdruck bei tiefen Temperaturen entgegen.

Die Kosten für eine nachträgliche Umrüstung liegen zwischen 1.800 € und 3.500 €. Nach welcher Fahrtstrecke die Umbaukosten auf Autogasbetrieb wieder hereinkommen, läßt sich mit folgender Formel ermitteln:

Aufpreis oder Umrüstkosten x 100

= Fahrtstrecke (km) bis Amortisation

(Liter/100 km Benzin x Literpreis)- (Liter/100 km Autogas x Literpreis)


Außerdem ergibt sich eine Wertsteigerung, je nach Fahrzeug, zwischen 10 und 30 %.

Da sich Autogas-Fahrzeuge grundsätzlich nicht von ihren Benzin betriebenen Schwestermodellen unterscheiden, gibt es auch bei bivalenten Fahrzeugen keine höheren Inspektionskosten.

Mit der Neufassung des § 41a StVZO wurde neben den zulassungsrechtlichen Vorschriften auch eine Gas-Anlagen-Prüfung (GAP) eingeführt. Die GAP wird im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) durchgeführt. Der Prüfer kann darauf verzichten, wenn die letzte GAP nicht älter als drei Monate ist. Sie ist darüber hinaus auch fällig nach jeder Reparatur der Gasanlage, nach einem Unfall oder einem Fahrzeugbrand, bei dem die Gasanlage beeinträchtigt wurde. Die GAP können amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr sowie dafür anerkannte Kfz-Werkstätten durchführen. Für Fahrzeuge, die vor dem 01. April 2006 in Verkehr gekommen sind und deren Gasanlagen-Tank nicht nach ECE R-67 genehmigt ist, gilt § 41a StVZO in der bisherigen Fassung. Das heißt, daß ältere Tanks, die noch gemäß Druckbehälterverordnung genehmigt wurden, nach zehn Jahren gesondert zu überprüfen sind.

Ein Autogas-Tank besteht aus einer etwa 3,5 mm starken Stahlwandungsgrund ist für einen Betriebsdruck von maximal 10 bar ausgelegt. Die Sicherheitsprüfung des TÜV schreibt einen Prüfdruck von 40 bar vor. Zusätzlich ist der Tank mit einem so genannten Rohrbruchventil ausgestattet. Sollte die Gasleitung durch einen mechanischen Einfluß brechen oder beschädigt und somit undicht werden, so schließt dieses Ventil im Bruchteil einer Sekunde. Es kann kein Flüssiggas ausströmen. Wichtig ist die Einhaltung der Prüfintervalle und -Richtlinien.

Es gibt keine Hinweise aus der Praxis, daß bei Autogas-Fahrzeugen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Das gilt auch für die Länder, in denen Autogas stärker verbreitet ist. Crash- und Brandtests haben gezeigt, daß mit Autogas betriebene Fahrzeuge nicht gefährlichr sind als vergleichbare Benziner.

In Deutschland gibt es derzeit etwa 1.750 Tankstellen (Stand 05/2007), allerdings teilweise in Gasversorgungsunternehmen, die oft nur eingeschränkte Öffnungszeiten bieten. Eine laufend aktualisierte Tankstellenübersicht ist im Internet unter autogastanken.de sowie propan.de zu finden. Gedruckte Verzeichnisse werden nicht mehr aufgelegt, da sie zu schnell veralten.

In den Niederlanden, Belgien, Italien, Frankreich, England und Polen besteht ein teilweise recht dichtes Tankstellen-Netz, im Gegensatz zu Dänemark, Österreich und der Schweiz. Zu beachten ist, daß im Ausland wegen unterschiedlicher Zapfanschlüsse stellenweise Adapter erforderlich sind. Der ACME-Anschluß ist vor allem in Deutschland und Belgien verbreitet, der Bajonettenanschluß dominiert die Niederlande und der Dish-Anschluß Italien sowie Frankreich. Tankstellen halten im allgemeinen Adapter bereit.

In Tief- und Sammelgaragen findet man vereinzelt immer noch ein ”Einstellverbot für Gasfahrzeuge”. Dieses wurde in der so genannten ”Garagenverordnung” der Bundesländer (GAV = Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen) bereits aufgehoben.

Lediglich in Bremen und im Saarland gilt das Einstellverbot formell noch. Laut dem saarländischen Umwelt-Ministerium sollen aber in Kürze noch Anforderungen an eine ausreichende Be- und Entlüftung gelten. Auch der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr in Bremen hat darauf hingewiesen, daß in baurechtlicher Hinsicht keine Bedenken bestehen, wenn Gas betriebene Fahrzeuge abweichend von den Forderungen der derzeitigen Bremischen Garagenverordung (BremGaVO) in Garagen abgestellt werden. Die BremGaVO soll jedoch ebenfalls novelliert werden.

Unabhängig davon kann ein Garagenbesitzer bzw. -betreiber aber von seinem Hausrecht Gebrauch machen und selbst entscheiden, welchen Fahrzeugen er Einfahrt gewährt. In Streitfällen sollte man auf die Neufassung der Garagenverordnung hinweisen, die noch nicht überall bekannt ist.

Quelle: www.adac.de

 

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